Wachstum

Wachstumsinvestoren investieren in Aktien von  Unternehmen mit überdurchschnittlichem Gewinnwachstum. Diese Firmen sind besonders gut in der Lage, das eingesetzte Kapital zu vermehren und für Ihre Aktionäre reale Werte zu schaffen. Die Wachstumsstrategie eignet sich deshalb besonders gut für Anleger, die an einem langfristigen Aufbau ihres Vermögens interessiert sind.

 

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Vorgehensweisen, um attraktive Wachstumsaktien zu identifizieren:

 

1) Ertragsstetiges Wachstum:

Mit dieser Methode wird bevorzugt in Unternehmen investiert, die über längere Zeit ein stabiles Ertragwachstum erwarten lassen,  weil sie über eine überdurchschnittliche Marktposition verfügen und relativ unabhängig vom Konjunkturzyklus sind. Diese Variante der Wachstumsstrategie ist relativ defensiv, da sie vor allem auf bereits etablierte Unternehmen setzt.

 

2) Momentum:
Bei dieser Methode wird gezielt in Aktien von Unternehmen angelegt, bei denen eine Beschleunigung des Gewinnwachstums erwartet wird. Es wird versucht, in Unternehmen während der Phase der stärksten Wertgenerierung zu investieren, weil diese i.d.R. mit den stärksten Steigerungen des Aktienkurses verbunden ist. Diese Strategie ist allerdings mit sehr hohen Risiken versehen, da ihr Erfolg sehr wesentlich davon abhängt, ob die in ein Unternehmen gesetzten Erwartungen eintreffen oder sogar übertroffen werden. Diese Variante des Wachstumsinvestierens ist relativ aggressiv und nur für sehr risikobewusste Investoren geeignet.


3) „Growth at a Reasonable Price“ (GARP):
Bei dieser Strategie wird nach Unternehmen mit einem überdurchschnittlichen Gewinnwachstum gesucht, deren Aktien nicht überbewertet sind. Im Gegensatz zum Value-Investing geht es aber weniger darum, unterbewertete Titel zu finden. Wachstumsunternehmen sollen identifiziert werden, die bei negativen Überraschungen nur ein begrenztes Verlustrisiko haben zu und bei positiven Überraschungen Potenzial für starke Kursgewinne bieten.