Bewertung

1) Aktien

 

Die Schlüsselfrage bei der quantitativen Analyse von Aktien ist:

Wird die Schaffung von Werten in der Bewertung reflektiert?

 

Um diese Frage beantworten zu können, ermitteln wir für Aktien folgende Bewertungskennzahlen 

  1. Kursgewinnverhältnis
  2. Dividendenrendite
  3. Kursbuchwertverhältnis
  4. Unternehmenswert zu Umsatz

 

Wir vergleichen sie mit relevanten Reverenzgrößen (wie den Kennziffern für den Gesamtmarkt, für ähnliche Unternehmen (Peer Group), für den Sektor oder auch aus der eigenen Historie).

 

Darüber hinaus berechnen wir auch unter verschiedenen Annahmen einen sogenannten  „Fair Value“ auf der Basis der DCF-Analyse (Discounted Cash Flow) und vergleichen die Ergebnisse mit dem Börsenwert. Wir benutzen diese Methode im Gegensatz zu vielen anderen Analysten nicht zur Bestimmung konkreter Kursziele. Dies macht unserer Meinung nach für langfristige Investoren keinen Sinn, da diese Ziele nur sehr kurzfristig Relevanz haben. Stattdessen verwenden wir die DCF-Analyse zum Aufspüren von deutlichen Über- oder Unterbewertungen sowie für Szenario-Analysen, in denen die Entwicklung eines Unternehmens unter verschiedenen Annahmen simuliert wird.

 

Um Marktineffizienzen aufzuspüren haben wir ein Monitoring von Indikatoren für Marktdivergenzen aufgebaut. Im Einzelnen werten wir folgende Indikatoren aus:

 

  1. Trendanalyse von Gewinnrevisionen und -überraschungen
  2. Technische Analyse: Relative Stärke
  3. Insiderkäufe und -verkäufe

 

2) Renten

 

Für die quantitative Bewertung von Renten stellen wir die Frage:

 

Inwieweit spiegeln sich die Risiken der spezifischen Rentenanlage in der absoluten Rendite sowie in der Risikoprämie zur Bundesanleihe wider?

 

Die Hauptfragen für die Beurteilung der Bewertung einer Rente sind daher für uns:

  1. Wie hoch ist die effektive nominale Verzinsung einer Anleihe?
  2. Entspricht der Renditeaufschlag zur Bundesanleihe (in Basispunkten) einer "fairen" Risikoprämie, die wir anhand unserer Schätzung des Ausfallrisikos bestimmen?