Globale Megatrends

Wir glauben, dass folgende langfristige Trends die Entwicklung der Weltwirtschaft in den nächsten Jahren bestimmen werden und damit auch ausschlaggebend für die positive oder negative Wertentwicklung von Kapitalanlagen sind:

 

  1. Demografie: Dem Wachstum der Bevölkerung und des Wohlstands in den Entwicklungsländern steht eine Überalterung entwickelter Volkswirtschaften gegenüber.
  2. Globalisierung: Die zunehmende weltwirtschaftliche Integration schreitet durch fallende Informations- und Transportkosten immer weiter voran.
  3. Komplexität: Produktionsverfahren, Wertschöpfungsketten und rechtliche Vorschriften werden immer komplizierter. Wirkungszusammenhänge werden daher undurchschaubarer und in ihren Konsequenzen schwieriger zu prognostizieren. 
  4. Services: Die Bedeutung des Dienstleistungssektors nimmt relativ zu anderen Branchen weltweit zu.
  5. Lifestyle: Die Nachfrage nach Produkten, deren Wert nicht mehr der Befriedigung von Grundbedürfnissen dient, sondern die einen imaginären Zusatznutzen stiften oder mit einer bestimmten Lebenseinstellung verknüpft sind, nimmt weltweit überproportional zu.
  6. Umweltschutz: Die Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen wird angesichts der steigenden Zahl von Menschen und globaler Umweltprobleme wie dem Klimawandel immer wichtiger.
  7. Privatisierung: Der Zwang zum Abbau von Budgetdefiziten führt zu einer zunehmenden Verlagerung staatlicher Aufgaben in den Privatsektor. Gleichzeitig bleibt der staatliche Einfluss durch zunehmende Regulierungen hoch.
  8. Innovation durch neue Basistechnologien: Zahlreiche neue Technologien stehen davor, in den nächsten Jahren Praxisreife zu erlangen bzw. in breitem Rahmen eingesetzt zu werden. Sie werden die Wirtschaft grundlegend verändern und für zahlreiche Wachstumsimpulse sorgen. Im einzelnen handelt es sich hierbei um:

1. Mobiles Internet => immer kostengünstigere und leistungsfähigere mobile Computersysteme verbessern die Konnektivität und ermöglichen damit immer weitergehende Anwendungen.
2. „Internet of Things“ => Verknüpfung eindeutig identifizierbarer physischer Objekte (Things) mit der virtuellen Repräsentation in einer Internet-ähnlichen Struktur. Dies wird ermöglicht durch eine Vielzahl von Sensoren zum Datensammeln sowie Miniaturrechentechnik zum Auswerten.
3. „Cloud“-Technologie => Auslagerung von Computer-Hardware und -Software über das Internet.
4. Autonome Fahrzeuge => Fahrzeuge, die sich selbstständig fortbewegen, entweder völlig autonom oder nur noch vom Menschen überwacht.
5. Intelligente Software => Software, die auch komplexe und unstrukturierte Aufgaben bearbeiten, lernen, kreativ Lösungen erarbeiten sowie Werturteile abgeben kann.

6. Intelligente Roboter => zusammen mit verbesserter Sensortechnik stellen intelligente Roboter die Hardwareanwendung von intelligenter Software dar; also Roboter, die selbstständig in der Lage sind, komplexe Zusammenhänge zu analysieren und autonom Handlungen auszuführen.
7. Genomik => Anwendung von Big Data auf die Gen-Sequenz-Analyse; synthetische DNA.
8. 3D-Druck => kostengünstige Herstellung von komplexen und auf individuellen Anforderungen
basierenden Produktionsteilen.
9. Neue Materialien => neuartige Werkstoffe, die gegenüber den bisher üblichen weit verbesserte Materialeigenschaften haben.
10. Energiespeicher => kostengünstige und leistungsfähige Energiespeicher.
11. Erneuerbare Energien => stark in der Effizienz verbesserte Technologien der Stromgenerierung, die eine Energiegewinnung aus erneuerbaren Energiequellen ohne Förderung durch Subventionen
ermöglichen.
12. Neue Fördertechnologien => effizientere Verfahren zur Förderung von Rohstoffen, welche die Ausbeutung von bisher nicht wirtschaftlich erschließbaren Vorkommen erlauben.