Diversifikation

Durch Streuung der Anlage auf verschiedene Finanzinstrumente (Diversifikation) kann man eine erhebliche Risikominderung in Hinblick auf das Ausfall-, Kurs- und Liquiditätsrisiko erzielen.

 

Zur Risikosenkung beim Liquiditätsrisiko kommt es vor allem darauf an, die Anlage auf möglichst viele liquide Investments zu verteilen. Beim Ausfall- und Kursrisiko hingegen ist die Minderung des Risikos ganz entscheidend davon abhängig, inwieweit die Risiken bei den einzelnen Finanzinstrumenten zusammenhängen.

 

Der Grund hierfür ist, dass die Risiken der einzelnen Finanzinstrumente miteinander in Wechselbeziehung stehen. Die Risiko-Zusammenhänge ergeben sich aufgrund von gemeinsamen ökonomischen Abhängigkeiten. Je stärker sie verknüpft sind, desto weniger kann Diversifikation das Gesamtrisiko vermindern.

 

Für eine optimale Risikostruktur kommt es daher weniger darauf an, ob man in Aktien, Anleihen oder anderen Anlageformen investiert ist, sondern inwieweit die Risikofaktoren der einzelnen Anlagen miteinander in Beziehung stehen. Je unabhängiger sie sind, um so höher ist die Risikominderung. So kann die Risikoreduzierung durch Mischung unterschiedlicher Aktien höher sein als bei der Mischung von Aktien und Renten, wenn deren Risikofaktoren nicht voneinander abhängen.